Statement aus Neuhofer Perspektive zum Aus- und Neubau der Schnellbahntrasse Frankfurt – Fulda der Deutschen Bahn

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Nach vier Jahren Vorplanungen und Dialogforen der Deutschen Bahn bleiben nach eingehenden und detaillierten Untersuchungen, Gewichtungen und Berechnungen nun noch zwei Varianten übrig: die Varianten IV und VII.

Die gute Nachricht für Neuhof ist zunächst, dass die Variante V (Neubau der Schnellbahntrasse entlang der Bestandsstrecke durch Neuhof) bei den Planungen der Deutschen Bahn keine Rolle mehr spielt. Dies hätte nach dem Autobahnbau erneut eine mehrjährige Dauerbelastung unseres Kernortes durch umfangreiche Baumaßnahmen bedeutet.

Aber auch die Realisierung der Variante VII (durch den Opperzer Berg) wäre für Neuhof, Niederkalbach sowie weitere Nachbarkommunen eine Katastrophe. Die östliche Seite unseres Kernortes ist der einzig unberührte Bereich – und dies sollte auch so bleiben. Zahlreiche Raumwiderstände, die wir als Gemeindeverwaltung zusammengetragen und der Deutschen Bahn übergeben haben, sprechen gegen den Bau dieser Variante.

Unser Ziel muss es deshalb sein, gemeinsam mit den im Planungsprozess involvierten Kommunen des Landkreises Fulda (Eichenzell, Flieden, Fulda und Kalbach) den Schulterschluss zu suchen und sich gemeinsam für die Variante IV zu positionieren. Deshalb fand am vergangenen Montag (14.05.) ein Treffen mit dem Oberbürgermeister der Stadt Fulda, den Bürgermeistern von Eichenzell, Flieden, Kalbach und Neuhof, den im Landkreis Fulda bestehenden sechs Bürgerinitiativen sowie Landrat Bernd Woide und den Wahlkreisabgeordneten des Landkreises Fulda statt. Dort wurde eine gemeinsame
Positionierung erarbeitet, die sich – mit Ausnahme der Bürgerinitiative Kalbach – klar für den Ausbau der Variante IV an die Schnellbahntrasse Fulda – Würzburg ausspricht.

Durch diese mögliche Allianz im nördlichen Planungsbereich der Neubaustrecke soll mehr Durchschlagskraft bei der Deutschen Bahn erwirkt werden. Darüber hinaus forderten die Teilnehmer des Treffens, dass die Bestandsstrecke durch den Landkreis Fulda im Rahmen der Neubauplanungen kurzfristig bestmöglichen Lärmschutz mindestens nach den geltenden Grenz- und Auslösewerten der Lärmvorsorge gem. § 16 BImSchV erhalten soll.

Am 8. Juni 2018 will die Deutsche Bahn ihre endgültige Entscheidung zur Antragsvariante bekannt geben. Sie beabsichtigt, diese dann bis Ende des Jahres in das formelle Raumordnungsverfahren einzubringen. Bis dahin werden weitere zahlreiche Gespräche zwischen Kommunen und Bürgerinitiativen – auch über den Landkreis Fulda hinaus – stattfinden, um die beste Lösung für die Kommunen unseres Landkreises zu erhalten.

Voraussichtlich noch im Juni werden wir eine Bürgerversammlung zu diesem Thema durchführen, um möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern einen tieferen Einblick in die Planungen der Deutschen Bahn zu geben. Bereits in ihrer Sitzung am 26. April 2018 beschloss die Gemeindevertretung der Gemeinde Neuhof einstimmig eine „Resolution gegen eine weitere Bahntrasse durch Neuhof“ beschlossen. Diese finden Sie in der Rubrik „Aktuelles“ auf der Homepage der Gemeinde (www.nhf.de).

Darüber hinaus sprach sich der Ortsbeirat Neuhof in seiner Sitzung am 16.11.2016 gegen weitere Gleise durch und um Neuhof aus.

Nähere Informationen zum Verlauf der Varianten IV und VII sowie auch aller nicht mehr relevanten Varianten erhalten Sie auf der Internetseite https://www.hanau-wuerzburg-fulda.de/.

Heiko Stolz
Bürgermeister
Franz Josef Adam
Erster Beigeordneter
Martin Kreß
Ortsvorsteher
Ralf Lischewski           Andreas Kreß
Arbeitskreis Bahn, Lärmschutz und Verkehrskonzept

 

 

 

2018-06-14T08:18:20+00:00 29.05.2018|Pressemitteilungen|

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