Riesen-Bärenklau – Eine gefährliche Schönheit

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Riesen-Bärenklau – Eine gefährliche Schönheit

-Hautrötungen, Schwellungen oder Verbrennungen-

Der bis zu 3,5 Meter große Riesen-Bärenklau, leicht zu verwechseln mit dem Wiesen-Bärenklau, der jedoch bei weitem nicht so groß wird.

Der Riesen-Bärenklau, auch Herkulesstaude genannt, ist in unserer Region nicht beheimatet. Er wurde im 19. Jahrhundert aus dem Kaukasus eingeführt und zunächst in Botanischen Gärten kultiviert. Von hier aus hat sich die Pflanze schnell verbreitet und ist in vielen Gebieten längst zu einer Bedrohung geworden, da sie die heimischen Pflanzenarten und die darin gebundenen Tierarten immer mehr verdrängt.
In Gebieten, in denen die Pflanze nicht bekämpft wird, sind schon fast waldähnliche Bestände anzutreffen. Obwohl die Gemeinde Neuhof die Ausbreitung der Pflanze auf öffentlichen Flächen bekämpft, tritt sie zunehmend auch in der Neuhofer Gemarkung auf.

Mit ihrer starken Ausbreitung wird die Pflanze zunehmend auch ein Problem für die Menschen selbst. Wer nämlich ihre Blätter, Stängel oder auch die Wurzeln anfasst, verursacht dadurch meist lang anhaltende allergische Reaktionen, die von brennenden und juckenden Hautrötungen über Schwellungen und Blasen bis hin zu Verbrennungen dritten Grades führen können. Das Tückische an diesem Gift ist, dass Reaktionen oft erst ein bis drei Tage nach einer Berührung mit der Pflanze auftreten können; eben dann, wenn betroffene Hautpartien bei nächster Gelegenheit dem Sonnenlicht ausgesetzt sind. Insbesondere für Kinder, die sich z. B. beim Verstecken zwischen den Ästen der Pflanze verkriechen und nichts über die Staude wissen, hat der Kontakt oft schwere Folgen.

Deshalb gilt der Rat, die mit Pflanzensaft in Berührung gekommenen Hautpartien unbedingt sofort gründlich mit Wasser und Seife zu waschen; anschließend eine Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor aufzutragen und die Sonne für 2 bis 3 Tage zu meiden.

Um die ökologische Fehlentwicklung und die möglichen gesundheitlichen Folgen für die Menschen zu verhindern, sollten die Bemühungen der Gemeinde Neuhof dahingehend unterstützt werden, dass die Ausbreitung der Pflanze auch im privaten Bereich wirksam bekämpft wird.

Wie können Sie zur Bekämpfung beitragen?

  • Pflanzen Sie keinen Riesen-Bärenklau, auch wenn sein Aussehen noch so eindrucksvoll und imposant erscheint – leider wird in einigen Betrieben und Katalogen die Pflanze noch angeboten.
  • Bekämpfen Sie vorhandene Pflanzen nach nachstehend beschriebener Methode.
  • Informieren Sie auch Nachbarn, Bekannte und andere über diese Pflanze.

Worauf muss bei der Bekämpfung geachtet werden?

Um diese sehr widerstandsfähige, zähe Pflanze dauerhaft zu vernichten, müssen mehrere Dinge beachtet werden:

  • Da die Pflanze mehrjährig ist und nach einem Rückschnitt wieder neu aus der Wurzel treibt, muss sie regelmäßig über mehrere Jahre bekämpft werden.
  • Die Dolden dürfen auf keinen Fall auf den Kompost. Sie müssen in die schwarze Restmülltonne, damit sie verbrannt werden. Nur so ist die Vernichtung der Samen gesichert.
  • Da der Umgang mit dem Riesen-Bärenklau zu schweren Hautverätzungen führen kann, ist beim Arbeiten Vorsicht geboten und folgendes zu beachten.
    – abends schneiden,
    – Handschuhe tragen,
    – Arme und Beine bedecken,
    – anschließend waschen,
    – nicht in voller Sonne arbeiten.

Wie lässt sich der Riesen-Bärenklau bekämpfen?

Das Problem bei der Bekämpfung dieser Pflanze ist, dass sie nicht einfach abgeschlagen werden kann. Nach einem Rückschnitt werden aus der Wurzel wieder neue Triebe gebildet, wodurch die Pflanze eine enorme Zähigkeit bekommt. Deshalb sollte folgendermaßen vorgegangen werden:

  • Kleine Pflanzen ausgraben oder ausstechen (bis etwa 15 cm unter der Erdoberfläche).
  • Große Pflanzen im Blütenansatz mähen. Eine Blütenbildung ist 2- bis 3-mal im Jahr möglich.
  • Oder: Fruchtstände (Dolden) vor der Samenreife abschneiden. Dies ist jedoch die späteste Zeit der Bekämpfung, da in den Dolden der Pflanze eine riesige Zahl von Samen gebildet wird, die sich mit dem Wind schnell und weiträumig ausbreiten.
  • Sehr effektiv: Abstechen der obersten Wurzelstockschicht im Herbst (spätestens Oktober) oder Frühjahr (spätestens Ende April). Dies gelingt am besten bei feuchter Witterung durch tiefes Abkappen (ca. 10 cm) des Vegetationskegels.
  • Bis die letzten im Boden befindlichen Samen absterben, können oftmals 20 bis 30 Jahre vergehen. Deshalb muss ein Aufkommen des Riesen–Bärenklau immer wieder kontrolliert werden, um nachwachsende Pflanzen sofort entfernen zu können.

Wir bitten, Standorte der Pflanze auf Gemeindegrundstücken zu melden bei der

Gemeindeverwaltung Neuhof
– Bauabteilung, Herr Menigat –
Gieseler Straße 1, 36119 Neuhof
Telefon 06655 / 970 – 46

Die Gemeinde Neuhof freut sich über jede diesbezügliche Unterstützung, das heißt aktiv über die Bekämpfung des Riesen-Bärenklau oder passiv durch Mitteilung festgestellter Standorte in der Gemeinde. Bitte beachten Sie, dass die Gemeindeverwaltung nur auf öffentlichen Flächen tätig werden kann.

2019-05-31T08:19:55+00:00 31.05.2019|Pressemitteilungen|

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