aktuelle Gebühren

Sie sind hier: :|||aktuelle Gebühren
aktuelle Gebühren 2020-02-13T15:27:11+00:00

Frischwasserverbrauchsgebühr:
Die verbrauchsabhängige Gebühr bemisst sich nach der Menge (m³) des zur Verfügung gestellten Wassers. Die verbrauchsabhängige Gebühr, einschließlich gesetzlicher Umsatzsteuer, beträgt

2,23 €/cbm

Frischwassergrundgebühr:
Neben der verbrauchsabhängigen Gebühr wird ab Einbau der Messeinrichtung eine Grundgebühr für die Vorhaltung der Wasserversorgungsanlage erhoben. Die Höhe dieser Grundgebühr richtet sich nach der Nenngröße der installierten Messeinrichtung. Die Gebühren enthalten die gesetzliche Umsatzsteuer. Die Grundgebühr beträgt pro angefangenem Kalendermonat bei Messeinrichtungen, die geeignet sind zur Messung folgender maximaler Verbrauchsleistungen

bis zu 5 m³/h

bis zu 12 m³/h

bis zu 20 m³/h

bis zu 30 m³/h

bis zu 80 m³/h

über 80 m³/h

Q3 4

Q3 10

Q3 16

Q3 25

Q3 63

ab Q3 100

5,35 €

10,17 €

16,95 €

25,42 €

67,80 €

101,69 €

Die Wassergebühren sind gestiegen – aus gutem Grund

Sauberes Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Die Gemeinde Neuhof setzt alles daran, den Bürgerinnen und Bürgern auch künftig jederzeit Trinkwasser in bester Qualität und ausreichender Menge zu liefern. Dies erfordert kontinuierliche Investitionen in das Leitungsnetz und die anderen Einrichtungen der Wasserversorgung. Vor allem deshalb hat die Gemeindevertretung am 12. Dezember 2019 beschlossen, die Wassergebühren zum 1. Januar 2020 folgendermaßen anzuheben (jeweils inkl. Umsatzsteuer):

   bisher  neu
Verbrauchsgebühr (pro m³)  1,94 EUR  2,23 EUR
Grundgebühr für den fast überall installierten kleinsten Wasserzähler (pro Monat)  4,24 EUR  5,35 EUR

 
Die Mitglieder der Gemeindevertretung haben sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Sie mussten aber mehrere Aspekte berücksichtigen:

    1. Die Gemeinde Neuhof hat die Kosten der Wasserversorgung in den letzten Jahren mit den Gebühreneinnahmen nicht ausgleichen können. Die Kostenunterdeckungen waren teilweise erheblich, wie die folgende Tabelle zeigt:
      Jahr Kostenunter-
      deckung (ca.)
      2013 75.000
      2014 83.000
      2015 31.000
      2016 143.000
      2017 25.000
      2018 5.000
    2. Die Aufsichtsbehörden sind immer weniger gewillt, anhaltende Kostenunterdeckungen zu akzeptieren. Tatsächlich schreibt das kommunale Haushaltsrecht vor, grundsätzlich kostendeckende Gebühren zu erheben. Im Rahmen von Haushaltsgenehmigungsverfahren verlangt die Aufsichtsbehörde von der Gemeinde, dies schriftlich zu bestätigen.
    3. Das Gemeindegebiet von Neuhof (11.000 Einwohner) ist 90 Quadratkilometer groß. Neuhof ist also eine Flächengemeinde. Das treibt den Pro-Kopf- Aufwand für Wasserleitungen, Tiefbrunnen und Hochbehälter in die Höhe. Viele andere Kommunen haben bei gleicher Einwohnerzahl eine kleinere Fläche und damit ein „günstigeres“ Verhältnis. Trotzdem hatte unsere Gemeinde bisher eine leicht unterdurchschnittliche Wassergebühr.
    4. Das Leitungsnetz der Neuhofer Wasserversorgung hat mit etwa 130 Kilometern eine beachtliche Länge. Um den Bestand nur zu erhalten, müsste die Gemeinde in jedem Jahr 2,5 Kilometer Leitungen erneuern. Trotz der umfangreichen bereits abgeschlossenen und derzeit geplanten Investitionen (vgl. Tabelle) ist sie hinter diesem Wert in den letzten Jahren deutlich zurückgeblieben. Deshalb muss das Investitionstempo steigen. Eine Faustregel sagt: Eine Investition von 1 Mio. EUR lässt die Wassergebühr über einen Zeitraum von 40 bis 50 Jahren um etwa 0,10 EUR pro Kubikmeter steigen.

Die größten Investitionen in die Wasserversorgung waren bzw. sind:

  EUR
Gieseler Str.: Verlegung eines Teilstücks der
Wasserleitung (um 2020)
100.000
Rommerzer Str.:  Erneuerung Teilstück der
Wasserleitung (um 2019)
380.000
Neubaugebiet Weinstr.: Bau Wasserleitungen
(um 2019); nach Abzug von Beitragseinnahmen
135.000
Weinstr.: grundhafte Erneuerung der Wasserleitung (um 2019) 145.000
In der Eller: Bau Wasserleitung (um 2019) 120.000
Rommerz: grundhafte Sanierung des Tiefbrunnens
(Fertigstellung 2019)
1.240.000
Investitionen in  diverse Tiefbrunnen und
Hochbehälter
150.000
Flörsbrunnen: Sanierung Quellsammelgebäude 150.000
Hochbehälter Neuhof I: Erneuerung der Wasser-aufbereitung (2021)  450.000
Giesel: Pumpstation, Erneuerung der
Wasseraufbereitung (2018)
175.000
Hattenhof: Hochbehälter, Erneuerung der
Wasseraufbereitung (2019)
450.000
  3.495.000

 
(Höhere) Gebühren – nicht bequem, aber fair und weitsichtig
 
Verantwortungsvolle Kommunalpolitik denkt und handelt generationenübergreifend. Sie berücksichtigt auch diejenigen, die noch keine politische Stimme haben – unsere Kinder und Enkel. Ausbau und Unterhalt der öffentlichen Infrastruktur finanziert sie deshalb nicht nur aus Steuereinnahmen, Landesmitteln oder Krediten, sondern auch über Gebühren.

Gebühren sind in doppelter Hinsicht fair. Zum einen: Sie belasten nur die Bürgerinnen und Bürger, die bestimmte öffentliche Dienstleistungen heute (und nicht in ferner Zukunft) nutzen. Zum anderen: Wer diese Dienstleistungen intensiver nutzt, zahlt mehr als jemand, der sie weniger oder seltener in Anspruch nimmt.

Weitsichtige Kommunen scheuen sich nicht, die Gebühren von Zeit zu Zeit moderat zu erhöhen. So können sie die Infrastruktur auf einem guten Stand halten und laufend an höhere gesetzliche Standards und/oder wachsende Qualitätsansprüche der Bürgerinnen und Bürger anpassen. Nichts zu tun, ist ein nur vermeintlich billiger und bequemer Weg. Er mündet irgendwann in einen Investitions-stau, der die Kommune Jahre später teuer zu stehen kommt. Jeder, der ein Haus besitzt, wird das nur allzu gut nachvollziehen können.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen