Beeindruckendes Konzert mit Tobias Feldmann und Muriel Razavi

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Die international mit zahlreichen Preisen bei hochkarätigen Wettbewerben ausgezeichneten Musiker Muriel Razavi (Viola) und Tobias Feldmann (Violine) gaben Anfang Juli im Kultursaal des Gemeindezentrums Neuhof ein höchst beindruckendes Konzert mit Duo-Kompositionen für ihre beiden Instrumente.
Die beiden renommierten Künstler, die weltweit mit bedeutenden Ensembles und Orchestern – zumeist solistisch – konzertieren, konnten für diesen außergewöhnlichen Auftritt in Neuhof im Rahmen des Programms und der Förderung des Main-Kinzig-Fulda Kultursommers gewonnen werden und es zeigte sich einmal mehr, wenn Kultur auf höchstem Niveau angekündigt und geboten wird, erzeugt dies auch Interesse bei Menschen, die vielleicht sonst nicht regelmäßig klassische Konzerte besuchen.

Bürgermeister Heiko Stolz begrüßte die Zuhörer im ausverkauften Saal und gab seiner Freude Ausdruck, dass neben dem aus Neuhof gebürtigen Tobias Feldmann auch der aus der Region stammende Komponist Martin Schmalz (Eichenzell) mit einem eigens für dieses Duo komponierten Werk wesentlich für die Programmgestaltung des Abends beitrage.

Die Musici eröffneten ihren Vortrag mit einer Bearbeitung der berühmten Cembalo-Inventionen BWV 772-786 für zwei Streichinstrumente und gestalteten die charakterlich sehr unterschiedlich konzipierten Miniaturen mit einer sehr differenzierten Tongestaltung plastisch und farbenreich.
Martin Schmalz erläuterte in einer kurzen und für alle verständlichen Beschreibung mit Hörbeispielen seine kompositorischen Ansätze und Intentionen für die nun zur Uraufführung kommende „Sonatine“ mit den Sätzen „Andante, Scherzo und Scherzo-Finale“.
Obwohl die hier zur Verwendung kommende moderat-moderne Tonsprache wahrscheinlich nicht zu den regelmäßigen Hörgewohnheiten des anwesenden Publikums zu zählen ist, honorierten alle im Saal diese fein ausdifferenzierte und abwechslungsreiche Komposition -von den eher besinnlichen bis hin zu den höchst virtuosen Teilen vor allem im Finale.
Eine Passacaglia von G.F. Händel in der äußerst gelungenen Bearbeitung des norwegischen Violinisten und Komponisten Johan Halvorsen beendete den 1. Programmteil und dieses Werk war geradezu prädestiniert, die wunderbare Klangfülle und die Vielfalt der Farben beider Instrumente zur Geltung zu bringen.

Den 2. Teil des Konzerts eröffneten die Künstler mit dem meditativ – ruhigen Duo des Komponisten Jean Sibelius, in dem sich ein wenig die ruhige Verträumtheit und Abgeschiedenheit seiner finnischen Heimat widerspiegelt.
Mit der „Hommage à Paganini“ für Viola solo von Henri Vieuxtemps und den „Recuerdos de la Alhambra“ in einer virtuosen Bearbeitung für Violine von Francisco Tárrega zeigten beide Künstler jeweils solistisch ihr Können und entfalteten eine beeindruckende Klangpracht mit großartigen Farbnuancen auf ihren wundervoll klingenden Instrumenten.
Mozarts bekanntes Duo Nr. 1, KV 423 stand am Schluss dieses außergewöhnlichen Programms und beendete einen unvergesslichen Konzertabend. Das Publikum dankte mit lang anhaltendem Applaus und standing ovations für die faszinierenden und musikalisch so perfekt abgestimmten Darbietungen der beiden jungen Künstler, die sich mit einer Zugabe des erst siebenjährigen Sibelius verabschiedeten.

So bleibt zu wünschen, dass der Kultursommer regelmäßig solche Konzertveranstaltungen anbietet – das Interesse seitens der hiesigen Bevölkerung ist sicherlich vorhanden.

Fotos: Gemeinde Neuhof

 

2019-07-27T13:26:25+00:00 27.07.2019|Pressemitteilungen|

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